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"Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen."
Francis Bacon

Community goes library

Soziale Kulturarbeit und Öffentliche Bibliotheken

Unter dem Titel "Community goes Library" verfasste Isabella Müller eine Diplomarbeit am Studiengang Soziale Arbeit an der Fachhochschule Salzburg. Diese Arbeit, die die zentrale Funktion Öffentlicher Bibliotheken für die soziale Kulturarbeit der Zukunft skizziert, ist in leicht gekürzter und adaptierter Form als PDF über das Projekt "LebensSpuren" zugänglich.


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Kurzbeschreibung der Diplomarbeit

Ausgehend vom Konzept des lebenslangen Lernens wird in dieser Arbeit der Infrastruktur-Typus „Öffentliche Bibliothek“ dem breiten gesellschaftlichen Angebotsspektrum der „sozialen Kultur- und Bildungsarbeit“ zugeordnet.

In einer historischen Analyse werden die sozialpolitischen Wurzeln des öffentlichen Bibliothekswesens herausgearbeitet und nachgewiesen, dass diese historischen Hintergründe bis heute die offiziellen Zielvorgaben des österreichischen Bibliothekswesens prägen.

In diesem Sinne stellen Öffentliche Bibliotheken allgemein zugängliche, kostengünstige und non-direktive Bildungs-, Kultur- und Kommunikationsräume für alle, also auch für bildungsmäßig eher benachteiligte Bevölkerungsgruppen eines Gemeinwesens dar.

Öffentliche Bibliotheken erfüllen dadurch eine wichtige sozialintegrative Funktion und sind immer auch freizeitbezogene Infrastruktureinrichtungen in einem konkreten Sozialraum.

Vor allem über diese sozialintegrativen und freizeitbezogenen Aufgaben im Bereich der sozialraumorientierten Kultur- und Bildungsarbeit verknüpft die Autorin ihre theoriegeleiteten Reflexionen zu Öffentlichen Bibliotheken mit solchen aus dem handlungstheoretischen Fundus der Sozialen Arbeit und beispielhafter reformpädagogischer Konzepte.

Durch die produktive Verknüpfung unterschiedlicher Theoriebezüge wird ein wissenschaftlicher Begründungskontext für die unverzichtbare Vernetzung diverser Infrastrukturangebote im weiten Feld der freizeitbezogenen Kultur-, Bildungs- und Gemeinwesenarbeit vorgelegt. In diesem Zusammenhang zeigt die Autorin auf, wie die Vernetzung der in einem Gemeinwesen wirkenden Angebote der sozialen Kultur- und Bildungsarbeit zu einem Mehrwert für alle NetzwerkpartnerInnen und deren NutzerInnen führen kann. Es wird dargestellt, dass die Aufgaben aller beteiligten Einrichtungen in diesem Netzwerk vor allem in der Aktivierung zur Partizipation sowie der Vermittlung zwischen unterschiedlichen Interessenslagen bestehen. Im Hinblick auf die Angebotsstruktur Öffentlicher Bibliotheken müssen die NetzwerkpartnerInnen insbesondere dafür werben, dass die Nutzung auch für den bildungsmäßig, sozial und kulturell benachteiligte Bevölkerungsgruppen ermöglicht wird. Dies erfordert einerseits methodische Innovationen im Wirkungsbereich der Bibliothek sowie andererseits auch Motivationsarbeit im Hinblick auf die betroffenen Bevölkerungsgruppen.

Die Arbeit wurde in etwas ausführlicherer Form als Diplomarbeit am Studiengang Soziale Arbeit an der Fachhochschule Salzburg vorgelegt und vertieft eine der Fallstudien des von der Forschungsförderungsgesellschaft finanzierten FHplus-Projekts „Soziale Infrastruktur 2010“.


 

Mag. (FH) Isabella Müller ist ausgebildete Bibliothekarin, leitende Mitarbeiterin im Salzburger Hilfswerk, wissenschaftliche Begleiterin der Projekte "Roots and Wings" und "LebensSpuren" und Rezensentin der bn.bibliotheksnachrichten.

 

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