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"Der ist nicht fremd, wer teilzunehmen weiß..."
Johann Wolfgang von Goethe

LeseSpuren - LebensSpuren

Machen Sie sich gemeinsam mit Ihren LeserInnen auf die Suche nach den ersten Leseerinnerungen!

Am Anfang des Projektes „Lebensspuren“ steht ein Impuls zur Eröffnung von Gesprächen zum Thema Lesen. Die einfache Grundidee: Fragen Sie ältere Menschen in Ihrer Bibliothek nach den Büchern ihrer Kindheit!

Wie war das noch mit den Großeltern, die so spannend Geschichten erzählen konnten? Und als die Eltern mit einem Buch zum Geburtstag überraschten? Erinnerungen aus der Kindheit werden wach, denen gerade ältere Menschen gerne nachstöbern. Als Spurenleser könnten wir im Rückblick auf die Leselinien mehr über die Lebensumstände, das Wesen und die Gewohnheiten älterer Menschen erfahren.

Entscheidend, zu welcher Art von Geschichten und Büchern die Menschen Zugang hatten, mag die Herkunft (Stadt oder Land), der Jahrgang oder das berufliche Umfeld der Eltern gewesen sein. Welchen Stellenwert hatte Lesen in der Familie und woher kamen die Bücher? Auch wenn es keine Bücher gab oder Bücher nicht gerne gesehen wurden, kann das Gegenstand eines interessanten Gespräches werden.

Wenn der Gesprächsball einmal rollt, macht es meist Freude, sich an das Erzählen, Vorlesen und Selbstlesen zu erinnern. Figuren aus den Büchern und Leseraumbilder tauchen auf und damit verbunden verschiedene Gefühle und Sinneserinnerungen.

Als Spurenleser interessieren uns gerade diese persönlichen Elemente, die das Kinderbuch wie eine Aura umgeben und Teil der ganz eigenen Lebensgeschichte sind. Vielleicht greift der eine oder die andere gern wieder zu seinem Kinderbuch und liest Kindern von heute daraus vor?

Der folgende Leitfaden dient als Vorschlag für einige wenige Stationen, die in den Gesprächen mit älteren Menschen angesprochen werden könnten, um Parallelen zu erkennen, das Leseumfeld vergangener Zeiten beschreiben zu können. Vielleicht gelingt es auch, aus der Nennung öfter genannter Titel eine Liste beliebter alter Kinderbücher zusammenzustellen.

Auf der Projekthomepage www.lebensspuren.net werden wir Impulse für solche Gespräche anbieten und versuchen, die Ergebnisse in eine Form zu bringen, aus der Verbindendes und Vergleichbares der Erinnerungen zusammenfließt.

Hierzu brauchen wir Ihre Unterstützung. Schicken Sie uns eigene oder fremde Erinnerungsprotokolle über erste Leseeindrücke. Folgende Elemente könnten hierbei von Interesse sein:

• Welche Titel werden genannt?
• Gibt es konkrete Erinnerungen an Geschichten, Figuren?
• Welche Gefühle werden noch erinnert?
• Wurden Geschichten erzählt?
• Wo wurde gelesen?
• Woher kamen die Bücher?
• Wie reagierte die Umgebung, wenn gelesen wurde?

Zusätzlich zur Einordnung der Berichte:

• Alter und Geschlecht der Person?
• Herkunftsfamilie (Wohnort), Beruf der Eltern u.ä.

Spürt man, dass die Fragen zu einem interessanten Austausch führen, kann man sich auch überlegen, die Frage nach der Kindheitslektüre in Form von Gesprächsrunden auf eine breitere und vielleicht auf öffentliche Ebene zu heben. Wie solche Gesprächsrunden organisiert werden könnten und welche weiterführenden Aktivitäten für Bibliotheken sich hier noch eröffnen, werden wir sowohl auf der Homepage als auch in den bn in Form von Impulsen darstellen.

Interaktiver Essay

Claudia Hufnagel-Zenz


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