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"To see things plainly, you have to cross a frontier."
Salman Rushdie
Fremdsprachenbibliothek Saalfelden

Überlegte Schritte zu sprachlicher Vielfalt

Die Öffentliche Bibliothek Saalfelden eröffnet eine Fremdsprachenabteilung


Bildungszentrum Saalfelden

 

Am Freitag, dem 23. April 2010 wurde im Bildungszentrum Saalfelden die neue Fremdsprachenbibliothek eröffnet. Mit diesem Fest fand ein langer Entwicklungsprozess sein Ende, den wir hiermit in kurzer Form nachzeichnen möchten.

Die Grundlagen und Vorbereitungsarbeit für diese Veranstaltung leistete Christine Geisler mit ihrer Facharbeit im Rahmen der Ausbildung zur Hauptamtlichen Bibliothekarin 2010: Hier die Online-Version:

PDF

Christine Geisler: Aufbau einer Fremdsprachenabteilung in der Öffentlichen Bücherei Saalfelden. Jänner 2010. PDF, 24 S., 402 KB

 


Für den Medienankauf beschritten wir mehrere Wege:

  1. Recherche bei den Büchereien Wien
  2. Recherche bei den Halleiner Kolleginnen
  3. Für die türkischen Bücher: Liste des ÖGB
  4. Für die BKS-sprachigen Bücher: Kontakt mit einem Verleger in Sarajewo über einen Muttersprachenlehrer in Saalfelden: Er übermittelte eine Liste mit 8000 Titeln, diese wurde an Eltern unterschiedlicher Herkauft (Bosnien, Kroatien, Serbien, …) mit der Bitte weitergeleitet, eine Wunschliste zusammenzustellen. Miro Stojakovic, der Muttersprachenlehrer, führte diese Wunschlisten dann zu einer Bestellung zusammen.

Vorbereitung der Veranstaltung:

Das Vorbereitungsteam bestand aus

  1. Christine Geisler
  2. Miro Stojakovic, Muttersprachenlehrer in Saalfelden
  3. Muhsin Aslan, Islamischer Religionslehrer im Mitterpinzgau
  4. Sabine Aschauer-Smolik

Diese gemeinsame Vorbereitung sehen wir als zentralen Schlüssel der gelungenen Veranstaltung. Das Programm wurde dadurch für alle ansprechend, das Gefühl der Verantwortung für den Nachmittag verteilte sich auf mehrere Schultern und … das Programm wurde zwischen letztem Planungstreffen und Veranstaltungstag noch um viele Facetten reicher: PowerPointPräsentation der Lied- und Gedichttexte, Einladung eines Sax-Spielers.

Mit dieser gemeinsamen Vorbereitung war zudem auch ein großer Teil der Öffentlichkeitsarbeit bereits problemlos vorbereitet: Durch die Einbindung einzelner Kinder ins Programm waren auch die jeweiligen Comunities bereits angesprochen.

Insgesamt waren über 90 Personen bei der Eröffnung. Das Haus und v.a. das Foyer waren übervoll. Besonders freuten wir uns, dass der Vorbeter der Moschee, zwei Vertreter der Islamischen Kulturvereinigung und die Elternvertreter der Kinder mit BKS-Muttersprachen, zwei Volksschuldirektorinnen sowie der Vizebürgermeister zur Veranstaltung gekommen waren.

Zum Ablauf der Veranstaltung:

  • Versuch einer Begrüßung in drei Sprachen
  • Lesung: Kleiner Prinz, Kapitel II in allen drei Sprachen
  • Musik
  • Gedicht „Glück“, gelesen von Kindern in drei Sprachen (aufbereitet als PowerPoint zum Mitlesen für das Publikum)
  • Lied „Daldalan“, vorgesungen von muttersprachlich türkischen Volksschulkindern auf Türkisch und Deutsch, zweiter Durchgang mit dem Publikum
  • Gedicht „Freundschaft“, gelesen von Kindern in drei Sprachen ( aufbereitet als PowerPoint zum Mitlesen für das Publikum
  • Musik
  • Pause mit Kaffee, Tee und Kuchen: wurden dem Publikum serviert. Die Kinder waren ab nun eingeladen, im ersten Stock in Büchern zu schmökern, Bilderrätsel zu lösen oder zu malen.
  • Texte – vorgelesen oder vorgetragen – zum Thema „Heimat“
  • Gemütlicher Ausklang bei Musik und einer spontan erzählten Geschichte zum Thema Vorurteile mit dem abschließenden Appell, im Fremden nicht den Feind zu sehen.

 

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